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Forschen & Entdecken Vianina-Interview

Veröffentlicht am 14. September 2012 unter Auszeichnung, Bernhard Denscher, Forschen & Entdecken, Interview

Das Magazin Forschen & Entdecken hat mich interviewt:

Forschen & Entdecken: Stadtpläne haben an sich ja eher eine praktische Funktion. Wie kommt man auf die Idee, sie künstlerisch zu gestalten?
Nina Simone Wilsmann: Handwerklich hat mich die Herausforderung interessiert, aus der Vielzahl unterschiedlichster Einzelelemente eine Komposition hervorzubringen, die stimmig, aber nicht uniform ist. An „normalen“ Stadtplänen fand ich die Muster, den Rhythmus von Bauwerken, Gewässern, Straßen, Monumenten und Grünflächen immer schon ziemlich spannend.

Die Grundlage ist der reale Plan?
Ja!

Welche Rückmeldungen bekommen Sie auf Ihre Pläne?
Viele Leute sehen die Stadtpläne einfach gerne an, es sind fröhliche Motive. Ich glaube auch, dass die Pläne als ganz gute Erinnerungsstütze dienen. Es ist leichter, einen emotionaleren Bezug zu den Plätzen auf der Illustration herzustellen als auf den gewöhnlichen Stadtplänen. Recht häufig werde ich gefragt, wann denn endlich diese oder jene Stadt fertig ist. Das ist natürlich ein schöner Ansporn.

Sie sind in Deutschland geboren, haben Kommunikationsdesign studiert, sind durch die Welt gereist. Seit einigen Jahren sind Sie in Wien sesshaft. Was hat Sie hierhergezogen?
Schöne Urlaubserinnerungen, gute Lage und für mich eine genau richtige Stadtgröße. Viele meiner Kollegen zog es nach Hamburg oder Berlin; ich wollte was Neues entdecken, neue Unterschiede auch.

Wien hat Ihnen offenbar Glück gebracht. Ihr Stadtplan wurde ausgezeichnet.
Wie kam es dazu?

Ausgezeichnet wurde die Stadtplan-Serie beim internationalen Posterdesign-Wettbewerb „100 Beste Plakate“ von einer Jury in Berlin. Die anschließende Wanderausstellung machte schließlich im Wiener MAK halt, wo ich vom Kurator Peter Klinger, dem Leiter der Kunstblattsammlung, und von Stefan Bundi eine Urkunde überreicht bekam. Durch 100 Beste Plakate wurde auch Bernhard Denscher, Leiter der Wiener Kulturabteilung, auf meine Arbeit aufmerksam.

Ist Wien ein guter Boden für Design?
Es gibt in Wien viele Leute mit Geschmack. Im Vergleich zu Städten wie London, Berlin oder New York ist Wien natürlich noch ein bisschen im Hintertreffen.

Sie beschäftigen sich aber nicht nur mit Stadtplänen. Was tun Sie sonst noch?
Ich arbeite für für verschiedene Design-Agenturen im deutschsprachigen Raum, darunter die Wiener Agenturen Ferrás und Qarante. Vornehmlich in den Bereichen Corporate Design, Editorial Design & Web Design. 

Woran arbeiten Sie aktuell?
An den letzten Details der Website des Hotel Orient und am Cover für den Roman „Dumm sterben“ von Brandon Walder, ITD Verlag.

Ihre nächsten Projekte?
Weitere Stadtpläne!